220px-ORDbot_quantum Privatanwender haben im Moment verschiedene Möglichkeiten, um mit dem 3D-Druck selbst Gegenstände herzustellen.

Insbesondere dann, wenn abzusehen ist, dass häufiger Plastikteile durch den 3D-Druck hergestellt werden sollen, lohnt sich die Investition in einen 3D-Drucker für Heimanwender. Die meisten Komplettsysteme für den Heimgebrauch sind mittlerweile für Preise von weniger als 1000 € erhältlich. Open Source Drucker und Bausätze können teilweise schon für 400 € erworben werden. Zu beinahe allen 3D-Druckern gibt es auch die passende Software zur Erstellung der Modelle am PC. So ist es möglich, zuhause ganz bequem kleine Spielzeuge, Stiftbecher, Handyhüllen oder Schmuck herzustellen. Allerdings müssen hierbei Abstriche bei der Qualität gemacht werden, denn bisher bieten nur professionelle Geräte die Möglichkeit, sehr komplexe und belastbare Objekte zu produzieren.

Viele Menschen schreckt der vergleichsweise hohe Preis der 3D-Drucker im Moment noch ab. 220px-3dprinterEin Kauf lohnt sich insbesondere dann nicht, wenn der 3D-Druck nur einmal ausprobiert werden soll oder generell noch nicht klar ist, ob das Gerät wirklich öfters eingesetzt wird. Für derartige Nutzer gibt es zwei weitere Möglichkeiten, den 3D-Druck selbst auszuprobieren, ohne gleich in ein eigenes Gerät investieren zu müssen.

Eine dieser Möglichkeiten besteht darin, ein sogenanntes FabLab aufzusuchen, um sich dort sein eigenes Objekt auszudrucken. Dabei handelt es sich um 3D-Werkstätte, in denen die Kunden selbst mit den dort zur Verfügung gestellten 3D-Druckern arbeiten können. Der Vorteil ist, dass die in FabLabs eingesetzten Geräte meist um ein Vielfaches professioneller sind, als 3D-Drucker für die Heimanwendung. Solche FabLabs existieren bereits in einigen deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Aachen, Erlangen, Nürnberg und Düsseldorf.  Mehr bei http://www.3ddruckanbieter.com/

Wer noch kein FabLab in der Nähe hat, kann auch einen Online-Dienstleister für 3D-Druck mit der Erstellung des Objekts beauftragen. Mit einer geeigneten Software wie beispielsweise Sketchup können Kunden ihre 3D-Modelle am Computer erstellen und dann anschließend online bei einem Dienst wie Makeyourproduct hochladen, um sich einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen. Für eine Handyhülle werden zum Beispiel in etwa 20 € fällig. Das Beauftragen eines Online-Dienstes hat gegenüber FabLabs jedoch den Nachteil, dass sich die Privatkunden nicht selbst mit der Verwendung von 3D-Druckern vertraut machen können und somit keine Möglichkeit haben, ihre Berührungsängste gegenüber der neuartigen Technik abzubauen.