Nicht das Hochladen geschützter Werke, sondern das öffentliche Bereitstellen von Downloadlinks wurde vom Oberlandesgericht Hamburg jetzt für rechtswidrig erklärt. Somit haftet der schweizer Filehoster Rapidshare in vollem Umfang für die auf der Webseite begangenen Urheberrechtsverstöße. Doch damit nicht genug. Rapidshare muss neben der Löschung der Downloadlinks, im Netz auch nach weiteren Links suchen.

Ein wegweisendes Urteil:
Es reicht nicht aus dass Rapidshare nur Hinweise zu geschützten Inhalten auf seiner Plattform gibt, der Filehoster muss nun wirksame Maßnahmen zur Unterlassung von Urheberrechtsverstößen seitens der Nutzer ergreifen. Insbesondere die Löschung geschützter Inhalte nach Hinweisen von Nutzern, reiche nicht aus.

Rapidshare meldet sich zu Wort:
Rapidshare sieht sich nach dem Urteil nun nicht mehr als rechtswidriges Geschäftsmodell abgetan, sondern steht nun in der Pflicht, Downloadlinks auf einschlägig bekannten Webseiten aufzuspüren was der Filehoster nach eigenen Angaben ohnehin schon seit Jahren tue. Das Gericht habe außerdem anerkannt dass erst dann ein rechtswidriger Vorgang vorliege, wenn Downloadlinks durch die Nutzer bereitgestellt werden und nicht schon durch die Dateibereitstellung durch Rapidshare. Der Betreiber gibt zu verstehen dass der Jubel seitens der Gema zu früh seien.

Illegal oder nicht?
Aus vergangenen Gerichtsurteilen vergangener Jahre konnte klar abgeleitet werden dass das Hochladen von urheberrechtlich geschützter Musik und Filmen, in jedem Falle rechtswidrig sei, egal auf welcher Plattform dies geschehe. Daher ist es in jedem Fall auf lange Sicht klüger und zudem komfortabler, sich Musik, Filme und Serien auf legalem Wege zu besorgen, z.B. ein Abo bei Sky bestellen und stets aktuelles Material sehen oder die gewünschten Werke in der Videothek leihen. Bei Rapidshare soll dort nun eine Ausnahme gemacht werden? Es bleibt abzuwarten ob die Rechtsgestaltung zu diesem Thema in den nächsten Jahren konkretere Gestalt annimmt.