400921429Konkurrenz für die Oculus Rift — ein junges Team von Entwicklern arbeitet an einem VR-Projekt namens InfinitEye. Dabei handelt es sich um eine VR-Brille, mit der die Spieler wie bei der OR das Geschehen nahezu hautnah miterleben sollen.

Zur Technik der Brille:
Die InfinitEye (auf Deutsch „Das endlose Auge“) setzt sich aus zwei 1280
x 800 7 Zoll HD-Displays zusammen, die über jeweils zwei Linsen auf die Augen der Benutzer zentriert werden sollen. Für den räumlichen Effekt wurden die Gläser in einem breiten Winkel ausgerichtet. Die Entwickler selbst nennen das den „210°-Blick“. Zur Erkennung der Position des Kopfes greift die InfinitEye auf YE3i-Sensoren, die die Drehungen, Neigungen und die Geschwindigkeit der Bewegungen erfassen und auf die digitale Spielwelt übertragen. In der finalen Version der VR-Brille sollen zusätzlich noch Sensoren zum Bestimmen der Position im Raum integriert sein.

Unterschiede zur OR:
Der größte bzw. auffälligste Unterschied der InfinitEye zur Oculus Rift ist die Form der Datenbrille. Während die OR eher zierlich ist und lediglich das Blickfeld eines Trägers abdeckt, ragen die Displays der InfinitEye noch weiter über den durchschnittlichen Kopfumfang heraus.
Das hat zwei Vorteile: zum einen hat man beim Betrachten keinen sichtbaren Rand im Blickfeld, sodass die Illusion der virtuellen Realität abgerundet wird. Zum anderen kann die InfinitEye auch problemlos von Menschen benutzt werden, die eine größere Kopfform haben oder deren Augen weiter auseinander stehen als beim durchschnittlichen Menschen. Bei VR-Brillen mit einem eher kleinen Display haben Leute mit weit auseinander stehenden Augen oft das Problem, dass sie nicht richtig auf das Display schauen und somit auch nicht die VR-Welt wie von den
Entwicklern vorgesehen erleben können. Mit der InfinitEye wollten die Entwickler aber bewusst eine Brille schaffen, die für alle User gleichermaßen funktional sein kann.

Ein weiterer großer Unterschied ist die Form der InfinitEye. Aufgrund der gewinkelten Stellung der Displays wirkt die Brille von Außen wie ein Keil. Bei der OR wurde die Form geglättet, sodass die Stellung der Displays erst beim Tragen bemerkbar wird.

Pläne für den Release:
Ein genauer Termin für den Release der InfinitEye gibt es noch nicht, aber das Entwickler-Team der VR-Brille hat angekündigt, in den nächsten Wochen eine Kampagne zur Finanzierung der finalen Produktion zu starten.

Dabei wäre beispielsweise Crowd-Funding ein denkbares Modell, um genug Geld zur Fertigstellung bzw. für den Feinschliff der InfinitEye zusammen zu bekommen. Es ist anzunehmen, dass die InfinitEye dann Ende 2014 oder Anfang 2015 auf den Markt kommen dürfte. Ob es bis zu diesem Zeitpunkt aber schon entsprechende VR-Projekte gibt, die mit der InfintEye kompatibel sind, ist noch nicht geklärt.